Wegelagerei 2015

 „Hoch auf dem gelben Wagen“, „Im Frühtau zu Berge“, „Es tönen die Lieder“ – so schallt es einmal im Monat durch die kleine Gaststube im Café und Galerie im Feld am Ortsrand von Fahrdorf. In dem eigentlich nur noch sonntags für wenige Stunden geöffneten Kulturcafé von Helga von Assel treffen sich um die zehn Seniorinnen (und ein Senior) zum Singen von Volksliedern.

So weit. So gut. Solle man denken. Wäre da nicht die GEMA. (Bericht). Sollte ja kein Problem sein, wenn nette Seniorinnen und Senioren im kleinen Kreise Volkslieder singen an denen eigentlich kein Künstler mehr Rechte besitzt. Denn die Aufgabe der GEMA ist ja  definiert:

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungs­rechte (GEMA) ist eine sogenannte Verwertungsgesellschaft. Verwertungs­gesellschaften nehmen für ihre Mitglieder kollektiv deren Rechte wahr. Sie über­wachen die Nutzung geschützter Werke, ziehen für die Erteilung einer Nutzungs­erlaubnis Entgelte ein und schütten diese nach einem bestimmten Verteilungsplan wieder an ihre Rechteinhaber aus.

Stellt sich die Frage: Für wen übt die GEMA hier Rechte aus, wenn die Werke die gesungen werden NICHT geschützt sind… Oder handelt es sich doch nur um moderne Wegelagerei?

Jugendknast auf Bewährung

Also laut den überaus glaubwürdigen Zeugen (Freunde des Schlägers!)…

Die am vierten Verhandlungstag vernommenen Freunde von Sanel M. beriefen sich wie andere Kumpels beim vorangegangenen Prozesstermin am Montag öfter auf Erinnerungslücken und machten auf Nachfragen vor allem von Kammer, Staatsanwaltschaft und Nebenklage widersprüchliche Angaben.

…ist Tugces nun die Verursacherin des ganzen Konflikts – und sie hat vermutlich auch selbst die Mädchen bedrängt, nicht der angeklagte Kulturbereicherer. Glaubwürdigste Zeugenaussagen wo gibt. Läuft also (Wenn da jetzt noch ein paar Sozialarbeiter und Hilfslehrer aussagen, die sich mit dem armen Sanel M. auseinandergesetzt haben.) auf einen Freispruch oder ein Jahr Jugendknast auf Bewährung raus.